„Wir sahen einander an, als ging es um einen Wettkampf. Und das war es auch, ein Kampf“.
So beschreibt Connie Palmen den ersten Moment, als ihre Romanheldin Kit auf ihre Lebensfreundin Ara trifft.
„Ich war überzeugt, dass sie meine Freundin werden würde, dass wir zueinander gehörten, dass sie so war, wie ich.“
Doch es ist ein ganz langer Weg, bevor die beiden völlig unterschiedlichen jungen Frauen zueinander finden, bis Kit sich, wie Ara, traut, ihrem eigenen Kopf zu folgen und sich von den tradierten Vorstellungen von Elternhaus und Gesellschaft zu befreien.
„Ich nahm mir vor, sie gar nicht erst in mein Herz zu schließen, auch wenn ich nicht wusste, wie ich das machen sollte.“
Aber genauso passiert es zwischen Ara und Kit, die sich ein Leben lang lieben, verletzen und in Frage stellen.

Dania Hohmanns Adaption von Palmens Text versucht diese Gegensätze und ihre Anziehungskraft und besonders die für Kit rätselhafte Verbindung von Körper und Geist auf der Bühne lebendig werden zu lassen.
An der Seite von Kit, gespielt von Josephin Busch, steht ein fünfköpfiges Tanz-Ensemble, das nicht nur Ara, sondern auch Kits Mutter und Kits Liebhaber verkörpern wird.
Die Choreografien von Eleonora Talamini und die Musik Manuel R. Webers schaffen für die Sprache Palmens Raum durch bildmächtige, assoziative Bilder. So entsteht ein ganz besonderer, intensiver Abend über das Erwachsenwerden und darüber, was Freundschaft bedeuten kann.
Josephin Busch wurde bekannt als das „Mädchen aus Ostberlin“ im Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“, 2012 war ihr Filmdebut in Christian Schwochows „Der Turm“, von 2015 bis 2024 war sie die Kommissarin Lucy Elbe in der Serie „Letzte Spur Berlin“.
„Empathisch, raffiniert und psychologisch klug.“ Die taz über Connie Palmen
